Sonnenuntergang (c) Dr. Kurt Schauer
Urlaub – und dann?
Juni 18, 2026
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Achtung, keine Zeit! Zeitalarm!

Zeitalarm_(c)Kurt-Schauer_KI-bearbeitet
Bild: Selbst gefertigter „Zeitalarm“, angeregt durch den Verein zur Verzögerung der Zeit. Aufschrift: „Bei Zeitnot Scheibe einschlagen, Knopf drücken!“ - © Dr. Kurt Schauer (Bild wurde mit KI bearbeitet.)

An dieser Stelle kommen dann die guten Ratschläge wie Zeitmanagement, Delegation oder Priorisierung, die uns dabei helfen (sollen), mit der verfügbaren Zeit besser umzugehen. Darüber finden sich im Internet, in den Schulungsangeboten und der Literatur so viele Anregungen, dass wir gleich ins nächste Zeitdilemma schlittern: Ich müsste mich erst durch die vielen Angebote arbeiten, das Passende auswählen, alles lesen und vor allem auch noch üben – dabei habe ich jetzt schon kaum Zeit für all das, was ohnehin erledigt werden muss! 

Daher möchte ich all diesen guten Lösungsansätzen eine kurze alte Geschichte voranstellen, die aus meiner Sicht das deutlich macht, was wahre Strategiearbeit ist und bringen kann: Orientierung, weil wir den Dingen auf den Grund gegangen sind, bevor wir handeln. Oder anders ausgedrückt: Vorher das Ziel klären und die Strömung analysieren und erst dann zum Rudern beginnen.

Eine Geschichte unbekannter Herkunft erzählt Folgendes:

Eines Tages kamen zu einem einsamen Mönch einige Menschen. Sie fragten ihn: „Welchen Sinn siehst du in deinem Leben der Stille?“ Der Mönch war mit dem Schöpfen von Wasser aus einem tiefen Brunnen beschäftigt. Er sprach zu seinen Besucherinnen und Besuchern: „Schaut in den Brunnen. Was seht ihr?“ Die Leute blickten in den tiefen Brunnen: „Wir sehen nichts!“ Nach einer kurzen Weile forderte der Mönch die Leute erneut auf: „Schaut in den Brunnen! Was seht ihr jetzt?“ Die Leute blickten wieder hinunter: „Ja, jetzt sehen wir uns selbst!“ Der Mönch sprach: „Nun, als ich vorhin Wasser schöpfte, war das Wasser unruhig. Jetzt ist das Wasser ruhig. Das ist die Erfahrung der Stille: Man sieht sich selbst! Und nun wartet noch eine Weile.“ Nach einer Weile sagte der Mönch erneut: „Schaut jetzt in den Brunnen. Was seht ihr?“ Die Menschen schauten hinunter: „Nun sehen wir die Steine auf dem Grund des Brunnens.“ Da erklärte der Mönch: „Das ist die Erfahrung der Stille. Wenn man lange genug wartet, sieht man den Grund aller Dinge.“

Damit ist alles Wichtige über das Thema Zeitknappheit und unseren Umgang damit gesagt. Mir bleibt nur viel Freude beim Aufspüren dieses „Grund des Brunnens“ (strategisch gesprochen: das Wozu und Warum)! Und wenn ich diesen spannenden Prozess begleitend unterstützen oder mit einem Impuls bereichern kann, würde mich das sehr freuen – ganz getreu meinem Motto: Menschen verbinden ∞ Zukunft gestalten

Ihr Dr. Kurt Schauer

Publikation

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