Raus aus der Dauerkrise!
November 17, 2017

Bessere Entscheidungen treffen!

Auch wenn es viele nicht hören wollen: Das Ergebnis kann ausschließlich von der Methoden abhängen: Aus einem klaren Nein wird ein klares Ja! Wie einfach wir das Ergebnis einer Abstimmung also verändern können, ohne dass wir die Menschen in Ihrer Meinung beeinflussen, zeigt dieser Beitrag! Was den wenigsten Führungskräfte nämlich bewusst ist: Je nach Entscheidungsmethode bekommen sie bei gleichen Einzelbewertungen einmal eine Zustimmung und einmal eine Ablehnung! Der Unterscheid ist NUR die Methode, nicht die Meinung der Menschen! Wenn Sie also Veränderungen vorantreiben wollen ist dieses Wissen ganz entscheidend für Ihren Erfolg!

Wer hat das nicht schon einmal erlebt: Die Dinge müssen sich ändern und es gibt auch einen guten Ansatz dazu. Im Prinzip ist alles klar. Wenn man die einzelnen Diskussionen bisher anschaut gibt es im Prinzip fast für jeden Detailaspekt eine klare Mehrheit für die Veränderung. Doch bei der Abstimmung im Führungsteam ist dann plötzlich alles anders. Was ist hier schief gelaufen?

Einfach und etwas platt formuliert, hat das vage Gefühl über den Verstand gesiegt. Und dabei wäre es ganz leicht zu verhindern gewesen: Je nach Methode der Entscheidungsfindung erhalten sie genau gegenteilige Ergebnisse: aus einer 2/3 Ablehnung hätten sie eine 2/3 Zustimmung machen können, ohne dass sie die Menschen beeinflussen oder umstimmen hätten müssen. Allein die Methode verändert das!
Die Methode: Abstimmung nach Kriterien und nicht nach Personen

In einem Führungsteam sind bei wichtigen Entscheidungen ja fast immer alle mehr oder weniger von den Folgen betroffen und meist auch dafür mitverantwortlich, wie es überhaupt zu dieser Entscheidungsfrage gekommen ist. Um trotzdem in Richtung einer sachlich fundierteren Entscheidung zu kommen, müssen Sie auch die Methode ins Kalkül ziehen: wie nämlich Mehrheiten gezählt werden!
Einfach gesagt: Wenn Sie eine sachlich fundierte Entwicklung garantieren wollen, dann stellen Sie in der Bewertung die gemeinsam definierten Kriterien in den Mittelpunkt und nicht die Personen (mit ihren Stimmungen und Meinungen). Dieser scheinbare Nebenaspekt verändert nämlich die Gesamtentscheidung nicht etwa graduell, sondern vollständig. Mehrheit ist bei gleicher Grundlage eben nicht Mehrheit!

Was das konkret heißt, zeigt die folgende Tabelle:
 
3 Teammitglieder treffen anhand von 3 Kriterien eine Entscheidung. (z.B. könnten die 3 Vorstandsmitglieder nach den 3 Kriterien: Marktpotential und Kundenzugang, Alleinstellungsmerkmal gegenüber Konkurrenz, ROI eine Produktentscheidung fällen).
Je nachdem wie Sie nun zusammenzählen, erhalten Sie nun entweder ein deutliches JA oder eben ein deutliches NEIN, ohne dass Sie etwas in der Diskussion, den Entscheidungskriterien, den Personen oder was auch immer verändert hätten! Der einzige Unterschied ist wie Sie die Einzelbewertungen/-entscheidungen zusammenzählen!
Die Tabelle zeigt unmissverständlich, dass eine Veränderung (in unserem Beispiel: Ja wir gehen ein neues Produkt an) nur dann gewählt wird, wenn sie die Entscheidungsfindung nicht nach Personen, sondern nach Kriterien verdichten.
Während also nach Personen zusammengezählt eine 2/3-Ablehnung herauskommt, ist es nach Kriterien genau umgekehrt: 2/3 für die Veränderung! Volle Fahrt voraus!

Kurz gesagt: Die Vorstellung, dass die Mehrheit recht hat, ist weniger eindeutig als man glaubt!
Es zahlt sich also vor der nächsten wichtigen Abstimmung aus über die Entscheidungsmethode nachzudenken!

Der Hintergrund dazu ist: Wir betrachten die Dinge nicht wie Sie tatsächlich sind, sondern wir zählen alle Anstrengungen aus der Vergangenheit zusammen, die sich nun endlich bezahlt machen müssen. Wir wollen einfach unsere alten Entscheidungen ungerne in Frage stellen und noch dazu vor Dritten! Was wir dabei nicht bedenken: Wenn es der falsche Weg ist, dann reduziert jede weitere Investition die Chance genug Zeit und Ressourcen für eine brauchbare Alternativen zur Verfügung zu haben. Im Grunde ist es nämlich völlig egal, was Sie bereits für eine Sache investiert haben, die Frage ist nur was bringt die jetzt zu tätigende Investition. Wenn es keine Erfolgschancen gibt, sollten Sie die Sache immer (!!!) aufgeben, egal wieviel schon hineingeflossen ist. Die Psychologie lehrt uns jedoch, dass wir uns damit wirklich schwertun, weil wir offensichtlich unsere Entscheidungen in der Vergangenheit rechtfertigen zu müssen.

Alleine diese einfache Veränderung des Fokus von einer persönlichen Perspektive auf sachliche Entscheidungskriterien hilft Ihnen gute Entscheidungen zu treffen und nicht von der Stimmungs- oder Erregungslage im Team abhängig zu sein! Denn Menschen verbinden ∞ Zukunft gestalten sollte nicht vom Zufall abhängen!
Und: Es gibt noch weitere einfache Möglichkeiten: Wie Sie dieser Falle mit noch anderen einfachen Methoden vergleichsweise einfach entkommen können, werde ich in einem nächsten Artikel mit dem Titel: „Wichtige Entscheidungen nicht dem Zufall überlassen“ skizzieren.

Wenn Sie bei einer wichtigen oder eine schon lange nicht getroffene Entscheidung einen neuen Zugang finden wollen wird Ihnen das hoffentlich neue Zugänge ermöglichen, oder schreiben Sie mir einfach ein E-Mail damit ich Sie bei der Gestaltung der Zukunft aktiv unterstützen kann.

Ihr Dr. Kurt Schauer, 0664-8277377, schauer@zukunftsberater.at

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